In Beelen versteht man unter Heimatfilm etwas anderes als das in den 50er Jahren entstandene Genre. Nicht Sonja Ziemann und Rudolph Prack verlieben sich in einer Schmonzette und singen schnulzige Liedchen. Nein, Beelen hat das Genre neu definiert. Heimatfilm als Dokumentation des dörflichen Lebens mit all seinen Facetten  und Änderungen im Zeitablauf.

 

Seit 1951 hat das Filmteam es in unterschiedlicher Zusammensetzung  geschafft, in jedem Jahr einen Film über die Geschehnisse in unserer Gemeinde zu erstellen.  Lange Jahre wurde in Schmalfilmtechnik gefilmt, seit den 2010er Jahren digital.

Die geschaffenen Filme lagern unter optimalen Bedingungen im ehemaligen Atombunker unter der Schule. Jedoch ist Zelluloid ein äußerst empfindliches Material. Es gilt, die wertvollen Aufnahmen auf Dauer für die Öffentlichkeit verfügbar zu halten. Auch gibt es immer weniger aktuelle Aufführungstechnik, um die alten Schätzchen noch passabel vorführen zu können. Deswegen hat das Filmteam mit Förderung des Landes inzwischen einen Großteil der historischen Filme digitalisieren lassen.
Die Tradition der Beelener „Heimatfilme“ hat in den 50er Jahren Hans Schlottmann begründet, ein ehemaliger Lehrer an der Beelener Schule. 

 

Heutzutage werden oft mit den Aufnahmen aus den ersten 2 Lebensjahren eines Kindes Terabyte-große Festplatten gefüllt. In Schmalfilmzeiten musste man jedoch äußerst sparsam mit dem teuren Material umgehen. Es wurde meterweise abgerechnet. 

Lange Jahre war Hubert Grachtrup, mittlerweile Ehrenmitglied des Heimatvereins, das Gesicht von Beelen in Bild. Viele erinnern sich, wie Hubert bei vielen Veranstaltungen immer auf der Suche nach dem idealen Standort für seine Kamera war. Er war stetig um die ideale Einstellung bemüht, um alle wichtigen Momente auf Zelluloid bannen zu können.

 

Hubert Grachtrup, wie ihn jeder kennt.

Das heutige Filmteam wird gebildet durch:

  • Werner Kottenstedte (Kamera)
  • Franzel Lüffe (Kamera und Schnittassistenz) 
  • Thomas Bornefeld (Schnitt und Montage) 
  • Dieter Lohmann (Kommentar) 

Ein Beispiel für die Ergebnisse einer Digitalisierung: „Möbel vom Band“ ein Film aus dem Jahre 1963 von Hans Schlottmann über die Möbelfabrik Hartmeyer. Sie können den Film aus dem Archiv (siehe Seitenleiste) direkt aufrufen.

Eine interessante Aufgabe mit vielen auch technischen Herausforderungen. Interessiert? Das Team kann immer Verstärkung gebrauchen. Sprechen Sie die Teammitglieder an oder schicken Sie eine Mail an Heimatarchiv-beelen@web.de 

Haben Sie noch alte Schmalfilmschätzchen mit Aufnahmen aus Beelens Vergangenheit im Schrank? Das Filmteam hilft gern bei der Sichtung und kann Sie bei der Digitalisierung unterstützen. Wir freuen uns auch, wenn wir interessante Sequenzen in das Beelener Heimatarchiv übernehmen dürfen. 

Presseecho:

Die Glocke  06.03.2018

Die Glocke 26.03.2017